Portuguese Baroque Villancicos

Evora CDÉvora: Portuguese Baroque Villancicos
A Corte Musical, Rogério Gonçalves
Aufgenommen im März 2013, erschienen 2014
PAN Classics PC 10304, Im Vertrieb von Note-1
… Endlich, endlich können Musiker, wenn sie Alte Musik spielen, aus dem Baum agieren …

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“Das Ensemble macht das sehr gut, sehr authentisch. Besetzt ist A Corte Musical mit zwei Violinen, Barockgitarre und Theorbe, Spanische Harfe, Violone, Barockfagott und Schlagwerk. Dazu die Sänger: zwei Soprane, Altus und Tenor.”

Die Besprechung ist bei
http://www.Peter-Paeffgen.eu
zu lesen!

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Pierre Pitzl: Rome—Paris—Madrid

Bartolotti Tabulatur 1Rome – Paris – Madrid: European Baroque Guitar Music
Pierre Pitzl, Gitarre
Werke von Bartolotti, Granata, Corbett, de Visée, Sanz und Guerau
Aufgenommen im April 2013, erschienen 2014
ACCENT ACC24287, im Vertrieb von Note-1
… sie so eloquent, so natürlich und elegant vorgetragen werden, wie es Pierre Pitzl auf seiner CD tut …

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Pierre Pitzl war hier schon Thema: Konzert | CD

Pierre Pitzl spielt barocke Gitarrenmusik. Er spielt sie – natürlich, möchte man fast sagen – auf einem Instrument der Zeit, in der sie entstanden ist, auf einer fünfchörigen „Barockgitarre“ … bzw., um genau zu sein, auf der Kopie einer barocken fünfchörigen Gitarre.

Pitzl CDNatürlich? Nun, „moderne Gitarristen“ – oder sagen wir besser Spieler von modernen, sechssaitigen Konzertgitarren – haben selten ein Händchen für diese Art von Musik. Das hängt beispielsweise mit den zahlreichen Arpeggien zusammen, die diese Musik ausmachen und die auf orchestral klingenden, sechssaitigen Gitarren nicht mit der nötigen Leichtigkeit und Eleganz darzubieten sind. Die meisten Bearbeitungen, die für moderne Gitarre angeboten werden, nehmen zudem keine Rücksicht darauf, dass die klangliche Eigenart der Barockgitarre mit ihrem engen, geringen Tonumfang zusammenhängt. So lange man dies als ihren Nachteil auffasst und in Bearbeitungen für sechssaitige Gitarre deren Bässe als Basis nutzt, erhält man zwar einen volleren Gesamtklang, man entfernt sich aber immer weiter von dem zarten, spielerischen und keineswegs lauten Spiel der Gitarre, das Robert de Visée seinem Herren und König Louis XIV. in dessen Privatgemächern liefern musste. Keine Fußballstadien, auch keine Konzertsäle … nicht einmal Salons mit einer Handvoll Zuhörern hatten die Gitarristen dieser Zeit zu unterhalten. Es waren private und oft sehr private Gelegenheiten, an denen Gitarristen aufzuspielen hatten.

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50x Guitar

50xGuitare CD50 x Guitar
Eduardo Fernández, Alexandre Lagoya, Ida Presti, Pepe, Celín, Angel und Celedonio Romero
Aufgenommen zwischen 1962 und 1998, erschienen 2014
DECCA 478 6745
… Interpreten erster Güte …

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Dies ist ein Querschnitt durch das Gitarren-Repertoire auf drei CDs. Alles zwischen Bach und Rodrigo. Die Werkauswahl könnte von Andrés Segovia sein – der hat schließlich mindestens bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts bestimmt, was gespielt wurde und was nicht. Einige Stücke des Programms sind in der Zwischenzeit aus der Mode (zum Beispiel die Spanischen Tänze von Enrique Granados, auch Dauerbrenner wie „Asturias“ oder „Sevilla“ von Isaac Albéniz), damals aber spielte sie buchstäblich jeder und überall. Andere Kompositionen hat Maestro Segovia zum Ausgleich links liegen gelassen, darunter war das „Concierto de Aranjuez“ und alles von Barrios.

CD-3 der Anthologie enthält drei Konzerte von Joaquín Rodrigo: „Concierto de Aranjuez“, „Fantasia para un Gentilhombre“ und „Concierto para una Fiesta“, alle gespielt von Pepe Romero und der Academy of St. Martin in the Fields unter Neville Marriner. Allein wegen dieser CD lohnt sich die Anschaffung des Dreier-Sets. Selten hört man die Rodrigo-Konzerte mit einem so guten Orchester, selten auch mit einem Solisten wie Pepe Romero, der die Werke zelebriert, der sie so sorgfältig phrasiert und akzentuiert, als wären es Solostücke. Selten gehen Solisten in Konzerten mit Orchester so fürsorglich mit dem musikalischen Material um! Das „Concierto para una Fiesta“ gehört zudem ohnehin zu den seltener gespielten Werken.

Die Aufnahmen der Rodrigo-Konzerte sind zwischen 1976 und 1984 entstanden und haben, mindestens für damals, Pepes Statur als Musiker bewiesen … die ich, wenn es um Solowerke und auch Aufführungen des Familien-Quartetts ging, gelegentlich nicht einmal erahnen konnte. Die „Malagueñas“ seines Vaters Celedonio (CD-1) zum Beispiel ist kein Meisterwerk, aber ich habe von Papa Romero andere Opera gehört – gespielt fast immer von Pepe, der sie dazu als Jahrhundertwerke anpries –, die mich gelehrt haben, was „Fremdschämen“ bedeutet. Und doch ist Pepe Romero einer der ganz Großen der Gilde – mindestens war er es! Beweise finden sie in der Anthologie 50x Guitar!

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Ein Strauß zum Muttertag!

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Michael Daugherty. Foto: © 2014 by Peter Päffgen

Konzert am 11. Mai 2014, 11 Uhr; WDR, Großer Sendesaal, Wallrafplatz, Köln
Acht Brücken – Musik für Köln
(WRO) WDR Rundfunkorchester Köln; Leitung Frank Strobel; Solisten: Evelyn Glennie, Schlagwerk; Thorsten Drücker, E-Gitarre
Werke von Eduard, Johann und Josef Strauß, Michael Daugherty, Carl Michael Zierer
Sendung: WDR3, Mo. 12. Mai 2014, 20:05h
… Chapeau! …

Am 11. Mai 2014 war Muttertag … und so begann das wie immer exzellent und festtäglich aufgelegte WDR-Rundfunk-Orchester (WRO) mit Polka und Walzer der Brüder Eduard (1835—1916) und Josef Strauß (1827—1870).

Nun hatte die Konzertreihe „Acht Brücken“ in diesem Jahr allerdings unter der Überschrift „Im Puls“ die Technisierung der Gesellschaft zum Thema. Dazu Louwrens Langevoort, Festivalleiter und Intendant der Kölner Philharmonie im Programmheft: „Anfang des 20. Jahrhunderts führten rasante Fortschritte in Wissenschaft und Technik zu einer Mechanisierung weiter Teile der Industrie. Eine euphorische Technik-Liebe breitete sich aus, die sich auch im Kunstbegriff und im Kunstschaffen niederschlug. Im Bereich der Musik hieß das: Struktur, Takt und Rhythmus gewannen an Bedeutung. Apparaturen, die Musik erzeugten, mechanische Tonwiedergaben wurden entwickelt und hielten in den künstlerischen Prozess Einzug.“

Dougherty ProgrammheftUnd tatsächlich: Selbst die Vertreter der Wiener Walzer-Fraktion haben sich zum technischen Fortschritt bekannt … wenn auch zu einem zunächst bescheidenen aber dennoch folgenreichen. Das WRO unter Frank Strobel spielte von den Strauß-Söhnen erst die Schnellpolka „Hectograph“ von 1880 (Eduard) und dann den Walzer „Die Industriellen“ (1864, Josef Strauß).

Hektographen (wörtlich „Verhundertfacher“) waren die Kopiergeräte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Folgenreich sollte ihre Erfindung dadurch werden, dass sie erlaubten, für wenig Geld und ohne großen technischen Aufwand einfache Zeitschriften oder Pamphlete herzustellen. Zum Beispiel waren die Flugblätter der „Weißen Rose“ um die Geschwister Scholl hektographiert. Folgen hatte die Erfindung auch für Generationen von Schülern, die ab sofort mit hektographierten Unterrichtsmaterialien bei (guter oder schlechter) Laune gehalten wurden.

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Ay, amor

Ay Amor CDAy, amor … about Love, Desire and Passion
Duo Arcadie: Franziska Markowitsch, Mezzo-Sopran; Ulrike Merk, Gitarre
Sephardische Lieder und Werke von de Falla, Rodrigo, Juan Vásquez, García Lorca, Mompou, Narváez, Ruiz-Pipó
Aufgenommen im Februar 2012, erschienen 2013
CHROMART TXA 13021, im Vertrieb von Note-1
… Vergnügen ganz besonderer Art …

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Ulrike Merk (Hrsg.), Sephardische Lieder für Singstimme und Gitarre. Wien u.a. 2013, Doblinger, (zwei Spielpartituren) D. 20218, €  19,95

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Dass bei der Besprechung der CD „Ay Amor“ mehr über die Sephardischen Lieder als über das andere Repertoire gesagt wird, liegt zum einen an der Besonderheit dieser Lieder – zum anderen daran, dass sie gleichzeitig mit der CD bei Doblinger als Notenausgabe herausgekommen sind und sich somit für weitere Aufführungen empfehlen.

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Glückwünsche aus New York

Englishman in New York CD

John Dowland’s Birthday!

An Englishman in New York: Impressions on John Dowland’s Lute Music
Joe Brent & Alon Sariel
Aufgenommen im August 2012, erschienen 2014
orlando records OR 0007, im Vertrieb von NAXOS
… die beiden Vollblut-Musiker …

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Joseph (Joe) Brent ist Mandolinist und spezialisiert auf zeitgenössische Musik. Eliot Carter, Pierre Boulez und Kollegen, das sind „seine“ Komponisten.

Alon Sariel spielt auch Mandoline, aber auch Laute und er dirigiert „historically informed performances“ … was so etwas wie ein Kompromiss zwischen alter Musik und „Alter Musik“ ist. „HIP“ ist mittlerweile ein gängiger Terminus technicus und bezeichnet Aufführungen, die nicht orthodox jeder aufführungspraktischen Theorie und Ideologie folgen, sondern gesunde und musikalisch vertretbare Kompromisse zwischen Wissenschaft und Musikpraxis anstreben und eingehen.

Die Idee für das Projekt „An Englishman in New York“ ist entstanden, als Joseph Brent mit dem kanadischen Instrumentenmacher Brian Dean über eine zehnsaitige (fünfchörige) Mandoline diskutiert hat, die Joe gern in Auftrag geben und im Rahmen von Projekten mit Neuer Musik ausprobieren wollte. „Die so entstandene 10-saitige Mandoline […] sollte eigentlich hauptsächlich für Jazz, Rock und andere Dinge gebraucht werden, aber ihr großer Tonumfang bedeutet auch, dass sie auch für Lautenmusik geeignet ist.

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Tränen zum Geburtstag?

John Holloway CD

John Dowland’s Birthday!

John Holloway: Pavans and Fantasies from the Age of Dowland
Werke von Dowland, Purcell, Lawes, Jenkins, Morley und Locke
Aufgenommen im März 2013, erschienen 2014
ECM NEW SERIES 2189, im Vertrieb von Universal Music
… auf die Laute verzichtet …

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Dowland: Lachrimae or Seaven Tears
Hathor Consort: Romina Lischka
Aufgenommen im Juni 2013, erschienen 2014
FUGA LIBERA  FZG718, im Vertrieb von Note-1
… Bei ihnen ist die Laute mit dabei …

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Lachrimae or Seaven TearesJohn Dowlands Buch „Lachrimae or Seaven Teares figured in Seaven Passionate Pavans […] set forth for the Lute, Viols, or Violons, in five parts“ ist etwas Besonderes. Es ist die einzige Sammlung mit Ensemblemusik, die wir von dem Komponisten haben und sie ist dazu die einzige, bei der alle Sätze auf ein und dasselbe kurze Motiv zurückgehen, das „Lachrimae“-Motiv, das John Dowland auch anderswo verwendet hat. Es war offenbar so berühmt, dass sein Komponist selbst beim Eintrag in das „Album Amicorum“ des Nürnberger Rechtsgelehrten Johannes Cellarius als „dolandus de Lachrimae“ unterschrieben hat. In seinem berühmten Lied „Flow, my teares“, das als Nº 2 in seinem „Second Booke of Songes“ enthalten ist, hat Dowland das Motiv verwendet, auch in Stücken für Laute solo.

Holloways CD enthält alle sieben Pavanen aus Dowlands Buch, allerdings nicht en suite, sondern unterbrochen von Stücken anderer Komponisten. Üblicherweise werden Lachrimae-Programme durch die anderen Stücke ergänzt, die bei Dowland abgedruckt sind. So verfahren die meisten Ensembles – nicht John Holloway.

Er, Holloway, hat das Consort auch anders besetzt, als viele oder gar die meisten seiner Kollegen. Dowlands Besetzungsangabe lässt sich nämlich auf zweierlei Art lesen: „set forth for the Lute, Viols, or Violons, in five parts“. Eine – und die heute fast immer gewählte – Lesart ist die: Laute und fünf Streichinstrumente („Viols, or Violons“). Dabei wird dann die Laute als eine Art ausgeschriebener Basso Continuo mitgespielt. Die andere denkbare ist: Laute oder fünf Streichinstrumente. John Holloway argumentiert für diese letztere Lesart und zwar so: „… the music is complete, and indeed decorated, in the lute part alone, and equally complete in the five bowed-string parts“. Und er beweist, dass seine Spekulation stimmt! Er hat für seine CD ganz auf die Laute verzichtet und dazu noch Violinen und nicht Viole da Gamba besetzt, und hat damit einen wunderbar sonoren und vollen Streicherklang erzeugt. Damit hat er „seine“ Besetzung als eine mögliche bewiesen – nicht allerdings als den alternativlosen Königsweg. Denn immerhin war John Dowland hauptberuflich Lautenist!

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The Art of Melancholy:
Davies & Dunford gratulieren!

The Art of Melancholy

John Dowland’s Birthday!

Iestyn Davies, Thomas Dunford
The Art of Melancholy: Songs by John Dowland
Aufgenommen im April 2013, erschienen 2014
HYPERION CDA 68007, im Vertrieb von Note-1
… Iestyn Davies singt betörend schön …

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Iestyn Davies ist Countertenor und hat in London an der Royal Academy studiert … nachdem er ein Studium der Archäologie und Anthropologie erfolgreich am St. John’s College in Cambridge abgeschlossen hatte. Seitdem tourt er durch die Welt und singt Opern, Konzerte und gerne auch Lieder, wie er sie hier präsentiert: John Dowland, dessen Geburtstag übrigens im Booklet seiner CD keine Erwähnung findet.

Dass Iestyn klar und schnörkellos singt, ist müßig, zu erwähnen. Countertenöre neigen nicht zum Knödeln … und können es, genau genommen, gar nicht. Sie können sich allerdings im Wohlklang ihrer eigenen Stimme bei lang angehaltenen Tönen sonnen und verlieren, aber dazu neigt Iestyn Davies keineswegs! Alles gut … nur wünschte man sich vielleicht für die vielen Tränenlieder, die dazu nicht einmal den eigenen Kummer besingen, sondern den angebeteter Ladies, doch eher eine männliche Stimme – De gustibus non est disputandum! Manchmal könnten Farben halt farbiger sein, manchmal könnten sie sich auch schärfer voneinander abheben.

Iestyn Davies singt betörend schön, hat Geschick und Geschmack bei der Wahl von Verzierungen und beherrscht seine Stimme in allen Lagen, ebenso in allen Temposituationen, die ihm in den Liedern von Dowland abverlangt werden. Vielleicht wären Übergänge hie und dort weicher, übergangsärmer zu singen, vielleicht fehlt gelegentlich der Schmelz, der eine sehr gute von einer großen Interpretation unterscheidet – aber was uns da präsentiert worden ist, überzeugt.

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Davies & Dunford gratulieren!
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Doulandia: Lee Santana gratuliert!

Lee Santana Dowland CD

John Dowland’s Birthday!

Lee Santana, Renaissance Lute & Cittern
Doulandia … Music from and around John Dowland
Aufgenommen im April 2013, erschienen 2013
deutsche harmonia mundi 88883772072, im Vertrieb von Sony Music
… Lee Santana ist kein orthodoxer Lautero, das steht fest! …

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John Dowlands (1563—1626) Liedtexte waren tränenreich: „Burst forth, my tears“, „Go cristal tears“ oder „I saw my lady weep“ sind nur Beispiele. Und Instrumentalkompositionen hatten Titel wie „Lachrimæ or Seaven Teares“, „Semper Dowland, semper dolens“ oder „Melancholy Galliard“. Lebenslust und Optimismus oder Hoffnung in die Zukunft werden da nicht zum Ausdruck gebracht.

Aber weder Dowland noch seine Textdichter waren depressiv – jedenfalls lässt außer ihren musikalischen und literarischen Erzeugnissen nichts darauf schließen. Nein, Melancholie war in England zu Dowlands Zeit schwer in Mode. Moderne Fachwissenschaftler sprechen gar von „Melancholiebesessenheit“. Dabei ging es Land und Leuten gut. Elizabeth I. war seit 1558 Königin. Ein Jahr später wurde der erbitterte Krieg zwischen Frankreich und England durch einen Friedensvertrag für beendet erklärt. Gleichzeitig förderte Elizabeth die Künste, Musik und Theater erlebten eine nie erfahrene Blüte.

Aber eine Weltordnung war in Wanken geraten. Als Papst  Clemens VII. sich geweigert hatte, eine Ehe von König Henry VIII. (1491/1509—1547), Elizabeth‘s Vater, zu annullieren, hatten die englischen Bischöfe sich von der katholischen Kirche losgesagt und 1531 ihren König (damals Henry) zum Oberhaupt ihrer Kirche gemacht. Hat sich damit vielleicht eine neue Skepsis gegenüber allem Weltlichen breitgemacht und das Tränental bereitet?

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Dowland’s Birthday

Eigenhändiger Eintrag Dowlands im „Album Amicorum” des Johannes Cellarius. © by British Library, London

Eigenhändiger Eintrag Dowlands im „Album Amicorum” des Johannes Cellarius. © by British Library, London

John Dowland’s Birthday!

Im vergangenen Jahr wäre John Dowland 450 Jahre alt geworden. An einem nicht bekannten Tag des Jahres 1563 wurde er (vermutlich) in London geboren – beerdigt ebendort am 20. Februar 1626.

Mehrere CD-Neuerscheinungen mit Musik von Dowland sind in den Jahren 2013 und 2014 erschienen, wobei nur bei wenigen auf den Geburtstag des Komponisten Bezug genommen wird. Einige CDs werden hier besprochen, ganz gleich, ob deren Produzenten das Jubiläum bedacht haben oder nicht.

Lee Santana: Doulandia: Music from and Around John Dowland. DEUTSCHE HARMONIA MUNDI 88883772072

An Englishman in New York: Impressions on John Dowland’s Lute Music, Joe Brent & Alon Syriel. ORLANDO RECORDS 0007

Dowland, A Game of Mirrors; Songs by John Dowland, arranged and recomposed by David Chevallier. CARPE DIEM RECORDS CD-16302

Dowland: Lachrimae or Seaven Teares, Hathor Consort. FUGA LIBRA FUG 718

The Art of Melancholy: Songs by John Dowland. Iestyn Davies, Thomas Dunford. HYPERION CDA 68007

A Song for my Lady: Lute & Consort Songs. Julian Podger, Lee Santana, Sirius Viols. DEUTSCHE HARMONIA MUNDI 88883722822

John Dowland: Shadows. Sarah Maria Sun, Jochen Feucht, Friedemann Wuttke, Werner Matzke. HÄNSSLER PROFIL PH 14011

John Holloway: Pavans and Fantasies from the Age of John Dowland. ECM NEW SERIES 2189

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