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	<title>Kommentare für Gitarre &amp; Laute ONLINE</title>
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	<description>Das Fachjournal … seit 1979</description>
	<lastBuildDate>Thu, 04 Apr 2013 15:27:50 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Cristiano Porqueddu:Novecento Guitar Preludes von Manfred Eichler-Lohmann</title>
		<link>http://www.Gitarre-und-Laute.de/2013/03/23/cristiano-porqueddunovecento-guitar-preludes/#comment-18</link>
		<dc:creator>Manfred Eichler-Lohmann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 15:27:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sehr geehrter Dr. Päffgen,
aktuell zu Ihrer CD-Besprechung möchte ich darauf hinweisen, dass die 3 Preludes von Henri SAUGUET keine „World Premiere Recording” ist. Sie sind schon von dem französischen Gitarristen Alain Prevost in der Reihe „Musique Francaise” eingespielt worden. In der Cybella Einspielung ist das Solowerk von Sauguet (Soliloque, 3 Preludes, Musique pour Claudel, Cadence) und Georges Migot (Pour hommage a C. Debussy und die Sonate) Ende der 80er oder Anfang der 90er Jahre erschienen. Von Prevost gibt es zudem eine Sor-Einspielung und relativ neu die ganzen (!) Brescianello-Sonaten bzw. Partiten.
MFG
Manfred Eichler-Lohmann]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Dr. Päffgen,<br />
aktuell zu Ihrer CD-Besprechung möchte ich darauf hinweisen, dass die 3 Preludes von Henri SAUGUET keine „World Premiere Recording” ist. Sie sind schon von dem französischen Gitarristen Alain Prevost in der Reihe „Musique Francaise” eingespielt worden. In der Cybella Einspielung ist das Solowerk von Sauguet (Soliloque, 3 Preludes, Musique pour Claudel, Cadence) und Georges Migot (Pour hommage a C. Debussy und die Sonate) Ende der 80er oder Anfang der 90er Jahre erschienen. Von Prevost gibt es zudem eine Sor-Einspielung und relativ neu die ganzen (!) Brescianello-Sonaten bzw. Partiten.<br />
MFG<br />
Manfred Eichler-Lohmann</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Albert-Duo spielt Alberts Duos von Eingegangene Noten, 19. Oktober 2012 &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</title>
		<link>http://www.Gitarre-und-Laute.de/2012/12/30/albert-duo-spielt-alberts-duos/#comment-15</link>
		<dc:creator>Eingegangene Noten, 19. Oktober 2012 &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 21:09:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] Albert-Duo spielt Alberts Duos [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Albert-Duo spielt Alberts Duos [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Legendary Classical Guitar Solos von Neuausgabe der Sonatina von Lennox Berkeley &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</title>
		<link>http://www.Gitarre-und-Laute.de/2011/04/25/legendary-classical-guitar-solos/#comment-14</link>
		<dc:creator>Neuausgabe der Sonatina von Lennox Berkeley &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2013 19:16:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] in einem Fall werden Akkorde analog zu einer Vergleichsstelle angeglichen. In der Ausgabe „Legendary Classical Guitar Solos“, in der die „Sonatina“ enthalten ist und die hier besprochen wurde, sind die Korrekturen noch [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] in einem Fall werden Akkorde analog zu einer Vergleichsstelle angeglichen. In der Ausgabe „Legendary Classical Guitar Solos“, in der die „Sonatina“ enthalten ist und die hier besprochen wurde, sind die Korrekturen noch [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Stefan Hackl: Die Gitarre in Österreich von Stauffer &#38; Co. &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</title>
		<link>http://www.Gitarre-und-Laute.de/2012/07/08/stefan-hackl-die-gitarre-in-osterreich/#comment-11</link>
		<dc:creator>Stauffer &#38; Co. &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2012 09:35:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] als er könnte dieses Kapitel beisteuern, wer anders als der Autor des aktuellen Buches über die „Gitarre in Österreich“ (Innsbruck 2011)? Wer anders allerdings muss sich so auch sehr vorsehen, nicht den Inhalt seines eigenen [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] als er könnte dieses Kapitel beisteuern, wer anders als der Autor des aktuellen Buches über die „Gitarre in Österreich“ (Innsbruck 2011)? Wer anders allerdings muss sich so auch sehr vorsehen, nicht den Inhalt seines eigenen [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Le Tombeau de Debussy von de Fallas Homenaje für Orchester &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</title>
		<link>http://www.Gitarre-und-Laute.de/2011/06/16/le-tombeau-de-debussy/#comment-8</link>
		<dc:creator>de Fallas Homenaje für Orchester &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 16:33:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] eine Einspielung der Klavierversion der &#8220;Homenaje&#8221; von Manuel de Falla ist hier schon berichtet worden. Jetzt liegt eine neue Aufnahme der Orchesterversion vor, die von dem [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] eine Einspielung der Klavierversion der &#8220;Homenaje&#8221; von Manuel de Falla ist hier schon berichtet worden. Jetzt liegt eine neue Aufnahme der Orchesterversion vor, die von dem [...]</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Das Ding mit Noten 2 von Dinger 1 &#38; 3 &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</title>
		<link>http://www.Gitarre-und-Laute.de/2011/05/03/das-ding-mit-noten-2/#comment-7</link>
		<dc:creator>Dinger 1 &#38; 3 &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jul 2012 07:01:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] Das Ding 2 ist hier schon besprochen worden, jetzt werden Band 1 nachgeliefert und der ganz neue Band 3. Dinger 1 und 3 entsprechen dem schon vorgestellten zweiten Band, was Aufbau und Ausrichtung angeht, in beiden stehen wieder über 400 Lieder. Jetzt sind’s also insgesamt schon 1200 Titel. [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Das Ding 2 ist hier schon besprochen worden, jetzt werden Band 1 nachgeliefert und der ganz neue Band 3. Dinger 1 und 3 entsprechen dem schon vorgestellten zweiten Band, was Aufbau und Ausrichtung angeht, in beiden stehen wieder über 400 Lieder. Jetzt sind’s also insgesamt schon 1200 Titel. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Couperin, Weiss, Kalivoda in Tabulatur von Miguel Yisrael: Austria 1676 &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</title>
		<link>http://www.Gitarre-und-Laute.de/2011/10/07/couperin-weiss-kalivoda-in-tabulatur/#comment-6</link>
		<dc:creator>Miguel Yisrael: Austria 1676 &#171; Gitarre &#38; Laute ONLINE</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jul 2012 18:07:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] Herausgeber einer Reihe namens „La Rhétorique des Dieux“ bei Ut Orpheus, von der hier einige Einzeleditionen besprochen worden sind. Und er hat dort, bei Ut Orpheus, auch eine umfängliche Lautenschule [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Herausgeber einer Reihe namens „La Rhétorique des Dieux“ bei Ut Orpheus, von der hier einige Einzeleditionen besprochen worden sind. Und er hat dort, bei Ut Orpheus, auch eine umfängliche Lautenschule [...]</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kommentar zu Blühende Fantaisie! von RKohring</title>
		<link>http://www.Gitarre-und-Laute.de/2009/03/11/bluhende-fantaisie/#comment-4</link>
		<dc:creator>RKohring</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 16:15:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.Gitarre-und-Laute.de/?p=408#comment-4</guid>
		<description><![CDATA[Als ich vor einem Jahr den Moser’schen Text über die vermeintliche Sor-Fantasie-Fälschung las, erwartete ich eine brillante Entlarvung - und wurde schwer enttäuscht. Außer vermeintlichen Bloßstellungen der Mmlle Houze durch die vierte Widmung in so kurzer Folge und Buchstabenaneinanderreihungen fehlte es an jedweder nachvollziehbaren Argumentation. Ich war daher sehr froh, in G&amp;L mit dem Beitrag von P. Päffgen zu lesen, daß es anderen, berufeneren, ebenso irritierend erging. Schon das Argument mit der Widmung ist seltsam. Warum sind drei Widmungen gut, eine vierte aber eine „Bloßstellung“? Und: wenn das MS etwa um 1830 entstanden ist (so zu lesen im CD-Booklet von Pepe Romero), dann sind doch mindestens zwei Werke mit Widmungen an sie danach entstanden (und veröffentlicht!), die Fantasie könnte also das erste Widmungswerk dieser Art für N. Houze sein (was erklären würde, daß er hier noch „Schülerin“ schrieb). Und Bloßstellung – vor wem denn? Wenn das MS vom Lehrer direkt und unveröffentlicht an die Schülerin ging, dann wußten (bis zur Wiederentdeckung 160 Jahre später) nur zwei Menschen auf der Welt von dieser Widmung: Sor und Houze. Summa summarum: die breitgetretene Widmungsaffäre ist ein schwaches Argument, das schwächste in eine ohnehin dürftigen Kette. Ähnlich angreifbar sind die anderen von W.Moser vorgetragenen Argumente, die von P. Päffgen diskutiert werden. Ich denke, es gibt aber noch ein Argument, daß weder bei P. Päffgen noch bei W.Moser diskutiert wird und das weniger mit musikwissenschaftlicher Kenntnis, sondern mehr mit dem „gesunden Menschenverstand“ zu tun hat. Ich bin Paläontologe, habe also mit Fossilien zu tun, und weil diese kommerziellen Wert haben können, sind sie leider auch Gegenstand von Fälschungen. Wenn man sich damit etwas beschäftigt (und das hab ich), dann kommt man zu folgender Erkenntnis: Es gibt bei Fälschungen immer ein bestimmtes Verhältnis zwischen dem AUFWAND, die Fälschung anzufertigen (finanziell, logistisch, materiell, Aneignung von Fähigkeiten etc.) und dem ERTRAG, den man bekommen kann (jedenfalls wenn es um kommerzielle Aspekte geht und nicht um ideelle, etwa wenn man jemanden schaden will, aber letzteres dürfte hier wohl entfallen). Dabei gilt die einfache Regel: je größer der Aufwand, desto größer der Ertrag. Da Fälschungen aber ein Verbrechen sind, gibt es Methoden, diese zu entlarven, und die sind inzwischen so ausgefeilt, daß es immer schwerer wird, „echte“ Fälschungen anzufertigen. Nicht erst seit der Konrad Kujau’schen Hitlertagebuch-Affäre (1983) wissen wir, daß es solche Methoden gibt, erst kürzlich wurde so das MS von Sebastian Haffners Buch “Geschichte eines Deutschen“ als echt bestätigt. Das heißt: man muß heute einen riesigen Aufwand betreiben, und das lohnt nur bei einem entsprechend zu erwartenden Ertrag. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Man muß sich doch nur mal klar machen, was für einen Aufwand unser Fälscher betreiben mußte. Zunächst hätte er sich (unbenutztes) Papier etwa von 1830 besorgen müssen, welches einer chemischen Überprüfung standgehalten hätte (ich weiß nicht, wo es so was gibt). Dann hätte er sich Tinte besorgen müssen, die keine Substanzen enthalten durfte, die erst nach 1839 entwickelt worden sind. Dann hätte sich der Fälscher in die Schreibweise von Sor einarbeiten müssen (glaubt man Kujau, wäre das noch der leichteste Teil der Übung gewesen). Und dann käme der schwerste Teil. Unser Fälscher kopierte ja nicht etwas, er imitierte etwas, er komponierte ein Stück ganz im Stil von Sor. Ich hab mich immer gefragt, warum analysiert W.Moser nicht das Stück, ob es denn überhaupt von Sor sein kann. Die Antwort ist ganz einfach: es gibt offensichtlich in diesen zehn Seiten Musik keine einzige Stelle, die irgendwie verdächtig wäre. Unser Fälscher muß ein hervorragender Gitarrist und Musiker gewesen sein. Und Sor-Kenner. Meines Erachtens steht dieser ganze Aufwand in keinem Verhältnis zu den 15.000 Dollar, die damals bezahlt worden sind (zur Erinnerung: Kujau bekam für die Tagebücher 9,3 Millionen DM !). Ich denke, mit den Fähigkeiten, den Materialien, solchem Einfühlungsvermögen (und der kriminellen Energie !) hätte unser imaginärer Fälscher mit eine neu entdeckten Klaviersonate von Clara Schumann bei gleichem Aufwand einen vielfach höheren Ertrag gewinnen können. Ich denke, das einfachste Szenario ist, irgend jemand hat mit Papier und Tinte des frühen 19. Jahrhunderts eine Gitarren-Fantasie ganz im Stile von Fernando Sor komponiert. Und das kann eigentlich nur Sor selbst gewesen sein. Für alles andere gibt es offensichtlich derzeit kein plausibles Argument.
R. Kohring]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor einem Jahr den Moser’schen Text über die vermeintliche Sor-Fantasie-Fälschung las, erwartete ich eine brillante Entlarvung &#8211; und wurde schwer enttäuscht. Außer vermeintlichen Bloßstellungen der Mmlle Houze durch die vierte Widmung in so kurzer Folge und Buchstabenaneinanderreihungen fehlte es an jedweder nachvollziehbaren Argumentation. Ich war daher sehr froh, in G&#038;L mit dem Beitrag von P. Päffgen zu lesen, daß es anderen, berufeneren, ebenso irritierend erging. Schon das Argument mit der Widmung ist seltsam. Warum sind drei Widmungen gut, eine vierte aber eine „Bloßstellung“? Und: wenn das MS etwa um 1830 entstanden ist (so zu lesen im CD-Booklet von Pepe Romero), dann sind doch mindestens zwei Werke mit Widmungen an sie danach entstanden (und veröffentlicht!), die Fantasie könnte also das erste Widmungswerk dieser Art für N. Houze sein (was erklären würde, daß er hier noch „Schülerin“ schrieb). Und Bloßstellung – vor wem denn? Wenn das MS vom Lehrer direkt und unveröffentlicht an die Schülerin ging, dann wußten (bis zur Wiederentdeckung 160 Jahre später) nur zwei Menschen auf der Welt von dieser Widmung: Sor und Houze. Summa summarum: die breitgetretene Widmungsaffäre ist ein schwaches Argument, das schwächste in eine ohnehin dürftigen Kette. Ähnlich angreifbar sind die anderen von W.Moser vorgetragenen Argumente, die von P. Päffgen diskutiert werden. Ich denke, es gibt aber noch ein Argument, daß weder bei P. Päffgen noch bei W.Moser diskutiert wird und das weniger mit musikwissenschaftlicher Kenntnis, sondern mehr mit dem „gesunden Menschenverstand“ zu tun hat. Ich bin Paläontologe, habe also mit Fossilien zu tun, und weil diese kommerziellen Wert haben können, sind sie leider auch Gegenstand von Fälschungen. Wenn man sich damit etwas beschäftigt (und das hab ich), dann kommt man zu folgender Erkenntnis: Es gibt bei Fälschungen immer ein bestimmtes Verhältnis zwischen dem AUFWAND, die Fälschung anzufertigen (finanziell, logistisch, materiell, Aneignung von Fähigkeiten etc.) und dem ERTRAG, den man bekommen kann (jedenfalls wenn es um kommerzielle Aspekte geht und nicht um ideelle, etwa wenn man jemanden schaden will, aber letzteres dürfte hier wohl entfallen). Dabei gilt die einfache Regel: je größer der Aufwand, desto größer der Ertrag. Da Fälschungen aber ein Verbrechen sind, gibt es Methoden, diese zu entlarven, und die sind inzwischen so ausgefeilt, daß es immer schwerer wird, „echte“ Fälschungen anzufertigen. Nicht erst seit der Konrad Kujau’schen Hitlertagebuch-Affäre (1983) wissen wir, daß es solche Methoden gibt, erst kürzlich wurde so das MS von Sebastian Haffners Buch “Geschichte eines Deutschen“ als echt bestätigt. Das heißt: man muß heute einen riesigen Aufwand betreiben, und das lohnt nur bei einem entsprechend zu erwartenden Ertrag. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Man muß sich doch nur mal klar machen, was für einen Aufwand unser Fälscher betreiben mußte. Zunächst hätte er sich (unbenutztes) Papier etwa von 1830 besorgen müssen, welches einer chemischen Überprüfung standgehalten hätte (ich weiß nicht, wo es so was gibt). Dann hätte er sich Tinte besorgen müssen, die keine Substanzen enthalten durfte, die erst nach 1839 entwickelt worden sind. Dann hätte sich der Fälscher in die Schreibweise von Sor einarbeiten müssen (glaubt man Kujau, wäre das noch der leichteste Teil der Übung gewesen). Und dann käme der schwerste Teil. Unser Fälscher kopierte ja nicht etwas, er imitierte etwas, er komponierte ein Stück ganz im Stil von Sor. Ich hab mich immer gefragt, warum analysiert W.Moser nicht das Stück, ob es denn überhaupt von Sor sein kann. Die Antwort ist ganz einfach: es gibt offensichtlich in diesen zehn Seiten Musik keine einzige Stelle, die irgendwie verdächtig wäre. Unser Fälscher muß ein hervorragender Gitarrist und Musiker gewesen sein. Und Sor-Kenner. Meines Erachtens steht dieser ganze Aufwand in keinem Verhältnis zu den 15.000 Dollar, die damals bezahlt worden sind (zur Erinnerung: Kujau bekam für die Tagebücher 9,3 Millionen DM !). Ich denke, mit den Fähigkeiten, den Materialien, solchem Einfühlungsvermögen (und der kriminellen Energie !) hätte unser imaginärer Fälscher mit eine neu entdeckten Klaviersonate von Clara Schumann bei gleichem Aufwand einen vielfach höheren Ertrag gewinnen können. Ich denke, das einfachste Szenario ist, irgend jemand hat mit Papier und Tinte des frühen 19. Jahrhunderts eine Gitarren-Fantasie ganz im Stile von Fernando Sor komponiert. Und das kann eigentlich nur Sor selbst gewesen sein. Für alles andere gibt es offensichtlich derzeit kein plausibles Argument.<br />
R. Kohring</p>
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