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Manuel de Falla
Nights in the Gardens of Spain, The three-cornered Hat, Homenajes
Jean-Efflam Bavouzet, piano; Raquel Lojendio, soprano; BBC Philharmonic, Juanjo Mena
CHANDOS CHAN 10694, in Deutschland bei CODAEX
Über eine Einspielung der Klavierversion der “Homenaje” von Manuel de Falla ist hier schon berichtet worden. Jetzt liegt eine neue Aufnahme der Orchesterversion vor, die von dem Komponisten selbst für ein Konzert im Jahr 1939 angefertigt worden ist. De Falla war nach Argentinien ausgewandert und sollte am Teatro Colón in Buenos Aires eine Reihe von Konzerten dirigieren. Dafür stellte er seine Suite “Homenajes” zusammen, für die er auf zwei schon vorhandene Stücke zurückgriff. Eines davon war “Homenaje–Pour Le Tombeau de Debussy”. Die Überschriften aller fünf Sätze der Suite:
1. à E. F. Arbós (Fanfare)
2. à Claude Debussy (Elegia de la guitarra)
3. Rappel de la Fanfare
4. à Paul Dukas
5. Pedrelliana
Es ist mehr als aufschlussreich zu hören, wie der Dirigent Juanjo Mena mit dem Stück umgeht. Natürlich finden sich in seiner Interpretation keine Eigenheiten, die bei Gitarristen durch die Idiomatik des eigenen Instruments eingeschleust worden sind. Natürlich finden sich bei ihm die Gitarren- oder Gitarristen-typischen Temposchwankungen nicht, die auf nichts anderes als spieltechnische Eigenheiten zurückzuführen sind. Und natürlich kann ein Dirigent mit einem anderen Portefeuille an Klangfarben operieren, als ein Gitarrist. Die CD ist sehr empfehlenswert … auch, weil ansonsten Stücke vorkommen, die von Gitarristen längst als Eigentum betrachtet werden, eigentlich aber für völlig andere Instrumentierungen konzipiert waren.
